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  • Liebherr Baumaschinen sieht in Vereinigten Staaten Licht am Ende des Tunnels

    Liebherr Baumaschinen auf dem weg nach oben.

    Nach Angaben von Winfried Böhm, Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International AG im Schweizer Bulle, sollen beispielsweise allein 34 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren in die Erweiterung und Modernisierung des Werks für die großen Muldenkipper in Newport News im US-Bundesstaat Virginia fließen.

    Liebherr Pipelayer

    Das kündigte er auf einer Presekonferenz auf der Baumaschinenmesse ConExpo in Las Vegas an. Mit dem Geld will der Konzern die Produktionskapazitäten für die Minenmuldenkipper erweitern. Zugleich werden das Ersatzteillager, die Einrichtungen für das Servicetraining und Büros modernisiert. Daneben fließen bedeutende Summen in weitere Projekte, wie Duane Wilder, Präsident von Liebherr Construction Equipment Co. in Newport News/Virginia, erläuterte. Als Beispiel nannte er eine neues Ersatzteillager in Arizona für Kunden im westlichen Teil des Landes. Matthias Donner, Geschäftsführer des Werks in Biberbach, berichtete, dass sich der US-Umsatz bei Baukranen und Mischtechnik im vergangenen Geschäftsjahr sehr verhalten entwickelt habe - wie überhaupt der weltweite Turmdrehkranmarkt stark in den Keller gerutscht ist: "Turmdrehkranindustrie musste seit dem Höhrepunkt 2007 ein Minus von 60 Prozent verkraften, einige sprechen sogar von 70 Prozent." In manchen Ländern sei der Markt faktisch zum Stillstand gekommen. Das habe dazu geführt, dass die Nachfrage in China derzeit so groß sei wie im Rest der Welt. Als besondere Attraktion feierte in Las Vegas der neue Schnelleinsatzkran 81 K seine US-Premiere. Weiterer Anziehungspunkt an Stand: ein Kransimulator für die Schulung von Bedienern. Mit diesem lassen sich gefahrlos schwierige Baustellensituationen üben, was auf der ConExpo zahlreiche Gäste gerne ausprobierten. Auch der Mobilkranmarkt in den Vereinigten Staaten sorgte für einige Sorgenfalten: "Er ist in den vergangenen zwei Jahren dramatisch zurückgegangen", wie Christoph Kleiner als Geschäftsführer des Werks in Ehingen berichtete. Das Segment der All-Terrain-Krane (AT-Krane) habe 2010 den niedrigsten Stand der vergangenen 15 Jahre mit lediglich rund 100 Einheiten erreicht. Zur selben Zeit hätten die Verkäufe von Teleskopaufbaukranen sowie Geländemobilkranen in den Vereinigten Staaten ebenfalls einen historischen Tiefstand erlebt. "Hauptgründe sind die nach wie vor schwierige Situationen für unsere Kunden auf dem Kreditmarkt und der Mangel an ausreichenden finanziellen Mitteln für Projekte fast aller Art", so Kleiner. Als Lichtblick konnte vermeldet werden, dass Liebherr seinen Marktanteil im Mobilkransegment deutlich ausgeweitet hat. Und für 2011 seien die Vorhersagen und Erwartungen der US-Kunden deutlich positiver: "Wir gehen von einem leichten Wachstum aus, auch vor dem Hintergrund angekündigter öffentlicher Infrastrukturprogramme." Die Zahl der Aufträge für Mobilkrane steige gerade. Auf seinem Stand in Las Vegas zeigte diese Sparte zwei Mobil- und zwei Raupenkrane, darunter den 1070-4.2. sowie den LTR 1060. Außerdem hatte der Hersteller ein "Kranrodeo" vorbereitet. Auch Gerhard Frainer, Geschäftsführer der Produktionsstätte für Spezialtiefbaumaschinen und Raupenkrane im österreichischen Nenzing, wusste von einer Trendumkehr zu berichten: Zwar sei in den USA 2010 die Nachfrage nach Raupenkranen weiter gesunken. Doch die Vorhersagen für 2011 fielen aufgrund anstehender Infrastrukturmaßnahmen deutlich erfreulicher aus. Bis Ende März 2011 habe man bereits mit Maschinen wie Hydroseilbaggern, Raupenkranen unter 200 Tonnen Traglast sowie Tiefbaugeräten den Gesamtumsatz von 2010 erreicht. Das Modell LR 1300 sei einer der bestverkauften Raupenkrane und halte in seiner Klasse einen Marktanteil von rund 50 Prozent - Weltweit und in den USA. Auch bei Ramm- und Bohrgeräten sowie bei Spezialtiefbaugeräten verzeichnete man in Nordamerika einen steigenden BEdarf, die Zahl der Aufträge gehe in die Höhe.

    Liebherr

    Seit 1997 betreibt die in Österreich ansässige Sparte eine Niederlassung in Houston/Texas unter der Firmierung Liebherr Nenzing Crane Co. als Zentrale für Vertrieb und Service. Hier arbeiten mittlerweile 25 Personen, rund drei Mal so viel wie noch vor vier Jahren. Ein großes Ersatzteillager erlaubt eine schnelle Auslieferung. Außerdem existiert in Houston ein Trainingszentrum für Kunden. Dem Ableger in Miami soll dieses Jahr ein größeres Gebäude errichtet werden. Duane Wilder, Geschäftsführer der US-Vertriebsgesellschaft für Erdbewegungsmaschinen des Herstellers - Liebherr Construction Equipment Co. -, gab schließlich einen Überblick über den Geschäftsverlauf seines Verantwortungsbereichs. Auch er blickte auf selten erlebte Abwärtstrends zurück: So erreichte der Verkauf von Erdbewegungsmaschinen in den USA 2006 einen Höhepunkt mit knapp 35 000 Einheiten, um 2009 auf 9500 einzubrechen. Immerhin: Im vergangenen Jahr stiegen die Zahlen in diesem Segment auf rund 13 500 . Bei Laderaupen verliefen die Geschäfte ähnlich deprimierend: 2005 wurden etwa 1700 Maschinen dieses Typs in den USA abgesetzt. 2009 schrumpfte dieser Bereich Wilder zufolge auf gerade einmal 100 Einheiten. Vor diesem Hintergrund schlug sich die Liebherr-Tochter 2010 in den Bereichen Erdbewegung und Materialumschlag recht bemerkenswert: Sie erzielte ein Umsatzplus von 25 Prozent. Wie Wilder betonte, sei Liebherr insgesamt gut aufgestellt. Er verwies in diesem Zusammenhang beispielhaft auf die Laderaupen, das Likufix-Schnellwechselsystem sowie auf das Programm für den Materialumschlag. In seinem Vortrag ging der Manager zudem auf die sechste Baggergeneration ein, darunter die Modelle Liebherr R 916/926 C Advanced. In den 40 Jahren auf dem US-Markt hat Liebherr nach den Worten des amerikanischen Managers große Erfolge und große Enttäuschungen erlebt. Eine vergleichbare Entwicklung wie in Europa zu erreichen sei herausfordernder gewesen als gedacht. Das Unternehmen habe sich aber mittlerweile insbesondere in Nischen im Erdbewegungssegment  erfolgreich positioniert. Mit dem Kauf des Herstellers Wiseda Mitte der 90 er  Jahre habe Liebherr eine strategische Entscheidung getroffen und seine Produktplatte auf die Gewinnungstechnik ausgeweitet. Seitdem sei in das Werk in Newport News viel Geld geflossen. Hier befindet sich neben der US-Zentrale für etliche Liebherr-Sparten auch das Hauptersatzteillager.


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