Der Hauptbeschuldigte im Skandal um den Bau des World Conference Center
Bonn, Man Ki Kim, ist verhaftet worden. Der Koreaner sei kürzlich nahe
der US-Hauptstadt Washington festgesetzt worden, teilte der Bonner
Oberstaatsanwalt Fred Apostel auf Anfrage mit. Er rechne damit, dass
Kim Anfang kommenden Jahres von den US-Behörden nach Deutschland
überstellt werde. Der monatelang mit internationalem Haftbefehl
gesuchte Geschäftsmann und seine Firma Smi Hyndai waren als Investor
beim Bau des Kongresszentrums aufgetreten. Schon bald zeigte sich aber,
dass die zugesagten Millionen nicht flossen. Die Staatsanwaltschaft
ermittel gegen mehrere Beschuldigte wegen Korruption, Untreue und
Betrugs. Der früheren Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD)
wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen. Sie soll schon
früher als die Öffentlichkeit von finanziellen Risikien gewusst haben.
Das für 20 Millionen Euro geplante Kongresszentrum für 5000
Tagungsteilnehmer mitsamt einem Sterne-hotel sollte ein Vorzeigeprojekt
für Bonn werden und den UN-Standort festigen. Im Herbst 2009 kam der
Baustopp für den in weiten Teilen fertig gestellten Gebäudekomplex.
Wann weitergebaut werden kann und unter wessen Regie, steht bis heute
nicht fest.
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